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Verhalten im Wald

Die Forstbehörde Wald und Holz NRW hat einen Leitfaden zum Verhalten im Wald erstellt. Neben verschiedenen anderen Zielgruppen wie Reiter, Radfahrer und Hundebesitzer sind auch die Geocacher angesprochen. Die meisten Punkte dürften Euch bereits bekannt vorkommen, dort sind sie in Form von Fragen und Antworten nochmal zusammengefasst.

1. Ist Geocaching im Wald erlaubt?
2. Wem gehört der Wald?
3. Was ist das Waldbetretungsrecht?
4. Ich möchte einen Cache verstecken, wen kann ich fragen?
5. Welches sind die wichtigsten Gesetzte für mich?
6. Was muss ich im Naturschutzgebiet beachten?
7. Wo darf ich den Wald nicht betreten?
8. Was ist, wenn es Probleme gibt?
9. Darf ein Waldbesitzer Caches entsorgen?
10. Sind Nachtcaches illegal?
11. Was sollte ich sonst noch beachten?
12. Checkliste

Dazu passt ganz gut ein aktueller Blogeintrag von TJ zum Spezialthema Baumhöhlen und warum sie als Cacheversteck ungeeignet sind.

Und wenn man etwas über den regionalen Tellerrand hinausschaut, kann man das Leitbild „“Erholung und Sport im Wald““ entdecken, das die baden-württembergische Landesregierung vor kurzem vorgestellt hat und das unter Mitwirkung von rund 30 Verbänden und Organisationen entstanden ist. Dabei verfolgt die Landesregierung das Ziel, mögliche Konflikte durch Dialog zu vermeiden.
Also genau unser Ansatz. Redet miteinander!

 

Geocaching? – aber natürlich

Am 25.06. fand im Turmhof in Rösrath das Event „Geocaching? – aber natürlich!“ statt. Die Biologische Station Rhein-Berg hatte eingeladen, mit Geocachern zu diskutieren, wie die gängigsten Probleme mit Jägern, Förstern, Naturschützern oder Waldbesitzern geklärt bzw. im Vorfeld vermieden werden können. Leider musste die ursprünglich angekündigte Exkursion in die Wahner Heide und auch das Grillen entfallen, weil es mal wieder ordentlich regnete. Dafür war dann aber wesentlich mehr Zeit für den Vortrag und die Diskussion verfügbar.

Im Anschluss an die Veranstaltung veröffentliche die Biologische Station eine Zusammenfassung der Veranstaltung (pdf). Den Kernbereich zum naturverträglichen Geocaching zitieren wir auch hier:

Generell sollte man beim Geocaching nicht nur in Naturschutzgebieten (Wegegebot!) besondere Rücksicht nehmen. Es gibt noch eine Reihe weiterer Schutzgebietskategorien, die im Gelände jedoch nicht durch eine Beschilderung gekennzeichnet sind. Bevor man einen neuen Geocache versteckt, ist es ratsam, sich im Internet über die Schutzgebietsgrenzen, innerhalb derer der Cache möglicherweise liegen würde, zu informieren. Zu nennen sind hier beispielsweise Natura2000-Gebiete, gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 Bundesnaturschutzgesetz) und Naturdenkmäler.

Natura2000-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen sind. In der Regel sind diese Gebiete gleichzeitig als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Zu den gesetzlich geschützten Biotopen gehören z.B. fließende und stehende Binnengewässer,Quellen, Moore, Sümpfe, Auwälder, Felsen und Feuchtgrünland. Es sind oft kleine Flächen, die aber eine hohe Schutzwürdigkeit besitzen. Daher soll man dort grundsätzlich auf das Auslegen von Geocaches verzichten. Wichtig ist, dass gesetzlich geschützte Biotope nicht durch Schilder im Gelände gekennzeichnet sind und auch nicht vollständig auf Schutzgebietskarten verzeichnet sind. Der Grund dafür ist, dass diese Flächen aufgrund ihrer hohen Schutzwürdigkeit per se gesetzlich geschützt sind und daher nicht zuerst erfasst und als Schutzgebiet ausgewiesen werden müssen. In Karten werden sie erst verzeichnet, wenn ein Kartierer diese Flächen kartiert und beim Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz eingereicht hat.

Naturdenkmäler sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur oder entsprechende Flächen bis zu fünf Hektar, deren besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist. Die Beseitigung des Naturdenkmals sowie alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturdenkmals führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten. Naturdenkmäler sind in der Regel durch ein Schild oder eine Plakette gekennzeichnet.

Auch in Gebieten ohne Schutzstatus sollte bei der Wahl der Versteckorte Rücksicht auf Flora und Fauna genommen werden. Eine Baumhöhle bietet zwar ein ideales Versteck, kann aber zu Störungen für geschützte Arten wie Spechte, Fledermäuse, Eulen, Kleinsäugern, Insekten oder Amphibien führen. Begehbare Höhlen oder Stollen, die von Fledermäusen als Winterquartier genutzt werden, dürfen vom 1. Oktober bis zum 31. März nicht aufgesucht werden. Steinbrüche und Felswände werden u.a. von Uhu und Wanderfalke als Brut- und Nistplatz benutzt. Eine regelmäßige Störung kann zur Brutaufgabe führen. Darüber hinaus sind Felsen wertvolle gesetzlich geschützte Biotope und Wuchsort vieler seltener Pflanzen.
Während der Brut- und Setzzeit zwischen Mitte März bis Juli können Störungen der Jungtiere schwerwiegende Folgen haben. Auch während dieser Zeit sollte es folglich vermieden werden, sich abseits der offiziellen Wege zu bewegen. Nachts sollten die Wege grundsätzlich nicht verlassen werden, um unnötige Störungen von Wildtieren zu vermeiden. Besondere Regelungen gelten im Umkreis von Horsten von bedrohten Greifvögeln wie dem Rotmilan. Als Fortpflanzungsstätte werden der besetzte Horst und eine störungsarme Umgebung von bis zu 300 m abgegrenzt.

(Biologische Station Rhein-Berg, Informationen zum Event-Cache „Geocaching? – aber natürlich!“ vom 25.06.2016)

Über die genannten Schutzkategorien hinaus gibt es noch weitere, wie z.B. Nationalparke oder geschützte Landschaftsbestandteile u.a. Insofern ist die Zusammenfassung nicht vollständig, gibt aber trotzdem einen guten Überblick.

Nach den Sommerferien wird es eine Wiederholung dieses Events geben. Wir können eine Teilnahme sehr empfehlen!

 

Der 1. Tag der KölnerStadtnatur

Beim „1. Kölner Tag der StadtNatur“ zeigten zahlreiche Aussteller, wie verschieden sie die Themen Natur und Stadt zusammenbringen: in den Bereichen Naturschutz, Naturbeobachtung, Umweltpädagogik, Wandern, intuitives Bogenschießen, Rheinkiesel, Georallye etc.

Da durfte das Geocaching natürlich nicht fehlen! Am Stand mit der unübersehbaren Beach-Flag des Vereins „Geocaching Rheinland e.V.“ stellten Vereinsmitglieder das Hobby vor und beantworteten zahlreiche Fragen. Dabei ging es sowohl um Einführungen, woraus das Spiel besteht und welche Ausrüstung man dafür benötigt, als auch um Spezialfragen, z.B. wie eine Webseite im GC-Portal gestaltet werden kann, wie die neuen Challege-Caches aussehen u.v.m.

Am Stand fand das auch das Event „Geocaching – noch Fragen bitte?“ statt, so dass sich auch einige Geocacher beim „1. Kölner Tag der StadtNatur“ einfanden und auch von interessanten Entdeckungen und Gesprächen mit anderen Ausstellern berichteten.

Newsletter und Mail-Adressen

Der Newsletter #6 sollte seit heute Morgen in den Postfächern unserer Mitglieder liegen.
Falls dem nicht so ist, meldet euch bitte bei unserem Mitgliederservice (mitglieder at …). Wir haben einige Mails als unzustellbar zurückbekommen. Bitte überprüft, ob es die Mail-Adresse, mit der ihr euch bei uns angemeldet habt, noch gibt.

Cito-Events

Wir nähern uns allmählich der von Groundspeak ausgerufenen ersten CITO-Woche des Jahres (16.-14. April). Bislang sind für das Rheinland rund 20 Events angekündigt.

CITO-Events sind eine schöne Gelegenheit, unserem Spielfeld in der Natur etwas zurückzugeben: Müll aus der Natur zu entfernen, Pflegemaßnahmen an Biotopen zu unterstützen, Bäume zu pflanzen oder Kröten bei ihrer Wanderung zu helfen. Es gibt da sehr viele Möglichkeiten.

Aber bitte beachtet bei der Organisation und Teilnahme regionale Besonderheiten. Im Zweifelsfall sprecht eure CITOs mit der Kommune, dem Förster bzw. der Naturschutzbehörde vorher ab! Für Köln weisen z.B. die Abfallwirtschaftsbetriebe darauf hin, bitte keine Müllsammelaktionen in Gebüschen durchzuführen, um eventuell brütende Vögel zu schützen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zum Verhalten im Wald zur Brut- und Setzzeit Informationsmaterial herausgegeben.

Etwas deutlicher schreibt es JR849.

 

BUNDcaches

Geocaching gibt es nicht nur auf den bekannten Plattformen in der uns geläufigen Form, sondern wird auch von verschiedenen Bildungsträgern verwendet, um deren jeweilige Themen zu vermitteln. So hat z.B. der BUND in Nordrhein-Westfalen „GPS-Bildungsrouten entwickelt, bei denen sich Kinder und Jugendliche bei verschiedenen interaktiven Stationen spielerisch mit verschiedenen Themen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes befassen können.“ Dieses Caches sind nicht öffentlich gelistet, sondern stellen ein kostenpflichtiges Angebot dar. In Bornheim, Dortmund, Gütersloh, Köln und Bonn gibt es solche BUNDcaches.

Daneben hat der BUND Regeln für ein naturschutzverträgliches Geocaching formuliert. Die dort aufgeführten Punkte entsprechen im Wesentlichen unseren Spielregeln (Guidelines). Ein Cache, der

  • in Schutzgebieten über die ausgewiesenen Wege erreichbar ist
  • keine Ruhe- und Fortpflanzungsstätten bedrohter Tierarten berührt
  • nicht vergraben ist
  • keine potenziell gefährlichen Stoffe, Lebensmittel, stark riechende Gegenstände oder Artikeln ohne Jugendfreigabe enthält
  • nicht an gefährlichen Orten liegt und legal erreichbar ist

kann also sogar den Segen einer der großen Naturschutzorganisationen erhalten.